Die Identität unter dem Titel

Es gibt eine besondere Art von Erschöpfung, die sich in keinem Blutbild zeigt.
Sie zeigt sich auf keinem Burnout-Fragebogen. Es ist die Müdigkeit, jemand zu sein, der nicht mehr ganz passt — jemand, der lange genug eine Version ihrer selbst gespielt hat, dass die Rolle und die Person von außen nicht mehr zu unterscheiden sind.
Wenn eine Frau zwei Jahrzehnte damit verbracht hat, eine Karriere aufzubauen, entdeckt sie oft, dass der Titel nie das Ziel war — er war ein Gefäß. Gefäße, wenn sie voll sind, brauchen etwas Neues.
Der Rahmen ist nicht mehr so groß wie die Frau darin. Sie ist gewachsen. Der Rahmen nicht.
Am deutlichsten sehe ich das bei Frauen an der Spitze ihres Fachs — bei denen, deren berufliches Selbstvertrauen absolut ist und deren private Unsicherheit enorm. In der Lücke zwischen diesen beiden Dingen findet die interessanteste Arbeit statt.
Was ich gelernt habe, ist, dass es selten um die Karriere selbst geht. Es geht darum, was die Karriere liefern sollte — und warum sie es nicht getan hat. Das sind zwei verschiedene Probleme. Für das erste gibt es eine taktische Antwort. Das zweite braucht ein anderes Gespräch.
Was bedeutet es, irgendwo angekommen zu sein und sich darin nicht ganz wiederzuerkennen? Nicht, den Weg zu bereuen — sondern zu bemerken, dass das Ziel von innen anders aussieht, als es aus der Ferne aussah. Etwas aufgebaut zu haben, auf das man stolz ist, und sich im Stillen zu fragen, wofür man es eigentlich getan hat.
Das ist keine Krise. Es ist eine sehr wichtige Frage.
Die Frauen, die zu mir kommen, haben fast immer versucht, das durch Bewegung zu lösen. Eine weitere Rolle. Ein weiteres Projekt. Eine weitere Qualifikation. Ein Sabbatical. Das ist nicht falsch — es reicht nur nicht. Es befasst sich mit dem Äußeren, ohne sich um das Innere zu kümmern. Und das Innere, unbeachtet, wirft weiter dieselbe Frage auf.
Was ich anbiete, ist ein Raum, um die Frage richtig zu stellen. Nicht, um sie zu lösen — es ist nicht diese Art von Frage. Sondern um ihr die Präzision zu geben, die sie verdient, und zu verstehen, was genau gefragt ist.
Das ist meist etwas anderes, als die Frau dachte, sie bräuchte, als sie ankam.
Wenn dich etwas davon angesprochen hat — hier geht es zur Einschätzung.